Da zu diesem Laptop unter Linux bzw. im speziellen Ubuntu, immer noch Fragen bestehen und ich regelmäßig in Foren oder per Mail gefragt werde, wie ich dies oder das gemacht habe, werde ich pünktlich zum Release von Ubuntu "Hardy Heron" 8.04, Mitte/Ende April 2008, eine vollständige Version dieser Seite hier platzieren. |
I will also put an new english version of this document at the Laptop Testing Team pages in the ubuntu wiki few days after the stable release of Ubuntu "Hardy Heron" 8.04! |
Lenovo 3000 N 100 - Erfahrungsbericht unter Linux
Ich habe inzwischen mich für ein Lenovo 3000 N100 in der aktuellen Topausstattung (Modell TY0BJGE) entschieden. Hier ein Datenblatt des Herstellers.
Gekauft wurde bei www.notebooksbilliger.de - dieser hat sehr günstige Preise, wirkt seriös, und ist anscheinend von Chip.de/Xonio.de zum Shop des Jahres 2006 ausgezeichnet worden. Außerdem bietet er für viele Modelle vergünstigte Konditionen für Studenten/Schüler/Institutionen an, was für mich zwar uninteressant ist, aber sicherlich einige Leute interessieren dürfte.
Contents
Kaufentscheidung
Welche Laptops ich mir so angeschaut habe, kann man sich auf der Seite MarkusMajer/Laptopsuche anschauen - ich habe sie aber jetzt erstmal als "deprecated" markiert, da meine Entscheidung ja gefallen ist und bald wieder neue Modelle draußen sind.
Inzwischen ist das Gerät extrem preiswert geworden und gerade deshalb eine interessante Variante für Linux - außerdem schaut sich nach Dell jetzt auch Lenovo Linux genauer an als bisher. Eventuell entscheidet sich auch diese Firma für Ubuntu als Default ihrer Linuxpalette.
Die Vorteile des Laptops werde ich hier jetzt nicht groß aufzählen, da es erstens jede Menge sind - sonst hätte ich mir das Teil ja auch nicht gekauft - und sie sich zweitens aus dem Artikel ergeben werden. Die im Großen und Ganzen kann man sagen, das die Befürchtungen umsonst waren, die man hatte als Lenovo die PC-Sparte von IBM übernommen hat. Es wird weiterhin sehr auf Qualität geachtet (Auch wenn ein Lenovo 3000 natürlich kein ThinkPad ist.) Ein weiterer großer Vorteil: Das Gerät ist extrem leise und bleibt immer kühl - dies war mir nach meinem letzten Laptop sehr wichtig, da ich sowieso oftmals sehr sensibel bin was Lärm angeht. Dieser Eindruck ist bis jetzt im großen und ganzen so geblieben.. Wenn nicht, ist meist ein wildgewordener Prozess schuld oder aber man hat eben Sachen die den Rechner stark fordern..
Die rein hardwaretechnischen Nachteile bestehen im Fehlen eines DVI-Anschlusses - es ist nur ein VGA-Anschluss verfügbar - und es hat keine Infrarotschnittstelle. Zweiteres fällt aber nicht so sehr ins Gewicht, da dank Bluetooth die zeitgemäßere Art der Verbindung zwischen Handys und ähnlichem gegeben ist. Die Nutzung von Fernbedienungen ist zum einen über die Benutzung meines Handys als Fernbedienung gegeben, zum anderen besitzt mein DVB-T - Empfänger über eine Infrarotschnittstelle. Ansonsten scheinen laut Testberichten im Internet drei der vier USB 2.0 - Schnittstellen recht stromschwach zu sein, der Betrieb von externen Festplatten ohne Y-Kabel beispielsweise, scheint also nur über die Nutzung des einzelnen linken USB-Anschlusses möglich.
Vor der Inbetriebnahme verbaue ich als erstes gleich mal den mitbestellten 1 GB - Speicherriegel - mein Laptop ist damit nun voll belegt und verfügt über 2 GB RAM.
Für die ersten Tests kommt bei mir die Ubuntu-DVD zum Einsatz. Wieso die DVD? Darauf enthalten ist nicht nur die normale, kombinierte Live/GUI-Installations-CD, sondern auch die Textinstallations-CD - falls man lieber so installiert oder aus welchen Gründen auch immer die Live-Version nicht nutzen kann, hat man diese so auch gleich parat. Zudem sind hier mehr Pakete enthalten, die bei der CD dann erst aus dem Internet geladen werden müssten. Außerdem wird die DVD im Gegensatz zur Release-CD öfter aktualisiert, wenn man also erst im Februar 2008 ein Ubuntu 7.10 muss nicht allzu viel aktualisiert werden, sofern man die heruntergeladene DVD zeitnah zum Installieren benutzt. Hier eine Übersicht über die diverse Installationsmedien, die zur Verfügung stehen - die Internetseite, die ich nutze, findet ihr hier. Am besten sollte die Torrent-Datei genutzt werden, da man so eventuell schneller an sein immerhin 4,2 GB großes Image kommt und hilft, die Images zu verteilen. Zu beachten ist, das ich hier explizit eine i386-Version wähle. Wieso? Hierzu werde ich einfach mal die oben verlinkte Seite zitieren: Von gewissen Aspekten des Datendurchsatzes gesehen bringt 64bit anscheinend sowieso erst ab ca. 4 GB etwas - davon bin ich aber, trotz Vollausbau, noch einiges entfernt. Alternativ kann, wenn man keine Flatrate hat, auch per shipit.ubuntu.com kostenlos eine Live-CD bestellt werden.
Bevor wir das Image brennen, prüfen wir kurz die MD5-Checksummen der Images, damit wir wir nicht ausversehen ein kaputtes Image brennen und damit auch ein kaputte Installationsdatei, und auch die Authentizität des Installationsmediums gewährleistet ist. Hierzu laden wir aus dem Webverzeichnis, aus dem wir das Installationsmedium haben, die Datei "MD5SUMS" herunter. Diese legen wir im gleichen Ordner ab, in dem wir auch die ISO's abgelegt haben. Falls wir K3B zum Brennen benutzen war es das schon - dieses Programm erkennt die im Verzeichnis befindliche Datei und führt den Check automatisch aus. Falls jemand es lieber über die Konsole machen will oder kein K3B hat, kann im besagten Verzeichnis folgenden Befehl ausführen: Wenn hier beim später zum Brennen vorgesehenen ISO ein "Ok" steht, ist alles wie es sein soll. Evtl. andere Meldungen bzgl. anderer können ignoriert werden - wer mehr wissen will zu dem Thema, kann sich ja mal den entsprechenden, von mir geschriebenen Abschnitt im Ubuntuusers-Wiki durchlesen (http://wiki.ubuntuusers.de/Downloads)
Das Brennen erfolgt bequemerweise bei Ubuntu direkt im Dateimanager - dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf die Image-Datei und wählt "Auf CD/DVD schreiben". Alternativ kann auch Brasero, Graveman, Gnomebaker oder ein ähnliches Brennprogramm genutzt werden. Unter KDE empfiehlt sich K3B, das Referenzbrennprogramm unter Linux. Weitere Infos, oder wie man unter Windows brennt, findet man hier.
Wie auf so gut wie allen aktuell verfügbaren Live-CD's, ist auch auf der "Desktop"-CD von Ubuntu das Programm MemTest86+ zu finden. Mit diesem kann man seine Speicherbausteine testen. Also: CD rein, Rechner an, im Bootmenü "Memory Test" wählen und bestätigen. Dies sollte man auf jeden Fall in den ersten Wochen nach dem Kauf machen, um diese gegebenenfalls umtauschen zu können. Speicherbausteine können nämlich manchmal fehlerhaft sein, was zu einem instabilen System und im schlimmsten Fall zu vermehrten Abstürzen führen kann. MemTest86+ erkennt hierbei auch Fehler, die man andersweitig gar nicht erkennen würde. Es lohnt sich also, MemTest86+ mal eine ganze Weile laufen zu lasssen - die Zeit kann man solange dafür nutzen, um sich die beliegenden Handbücher zu Gemüte zu führen, und die restliche Installation durchzuführen. Das Programm läuft in einer Endlosschleife. Eine "Pass" sollte man jedenfalls schon durchlaufen lassen - sobald "Pass #2" dransteht kann man auch abbrechen. Bei mir war das nach ca. einer halben Stunde rum, kann bei euch aber schneller gehen, wenn ihr nicht so viel RAM habt wie ich
Nachdem der Test durchgeführt wurde (oder diesen erstmal übersprungen hat) ist es an der Zeit, die Linux-CD zu booten. Erstmal ein paar Einstellungen durchführen: Mit "F2" wählt man als Sprache Deutsch aus, checkt mit "F3" ob auch die Keymap richtig gewählt wurde, mit "F4" wählt man die geeignete Auflösung für den Bootvorgang und die spätere Live-Desktopumgebung aus. Hier kann ggf. gleich die native Einstellung des Laptops genommen werden, oder was, darunterliegend, am nähesten hinkommt, VGA tuts erstmal auch. Die anderen Optionen sind - zumindest für mich - uninteressant. Ihr könnt sie euch aber natürlich zu Gemüte ziehen. WeiterreBootoptionen sind übrigens wie sonst auch per Keyboard einzugeben - z.B. diverse ACPI-Optionen. Wir sind an dieser Stelle aber erstmal fertig und starten die CD.
..sind wir hoffentlich alle auf in der Desktopumgebung. Ubuntu 7.10 bootete einwandfrei in den Desktop - das ist besonders bei aktuellen Laptops nicht bei allen Distributionen der Fall - Ubuntu hat sich aber inzwischen einen guten Namen als laptopfreundliche Distribution gemacht, deswegen habe ich auch nichts anderes erwartet. Auf den ersten Blick funktioniert alles einwandfrei, außer der zwei bereits erwähnten Dinge - der Webcam und dem Fingerabdrucksleser. Beides wird zu einem späteren Zeitpunkt für Linxu fit gemacht.
Anbei noch die Ausgaben der wichtigesten Tools für diesen Zweck: (TO-DO) lspci lsusb lshw hdparm -i -I Die Festplatte scheint bei mir S.M.A.R.T. zu haben, ich konnte es aber nicht normal aktivieren. Die Lösung ist, das ausdrücklich ata angegeben werden, damit das ganze über die libata läuft. Ausgabe von smartctl
Dann kann es losgehen. Bei der Live-CD einfach auf "System installieren" klicken.
...
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Nach dem Neustart ins frisch installierte System, der hoffentlich reibungslos klappen sollte, werden jetzt noch einige Sachen konfiguriert, das das System optimal rund läuft und die verbauten Komponenten auch bestmöglich genutzt werden.
Glücklicherweise ist im System eine Nvidia-Karte verbaut. Diese werden prima unterstützt und der Hersteller legt Wert auf gute Linux-Unterstützung. Daher sollte bei einem Linux-Rechner immer Nvidia der Vorzug gegeben werden, obgleich es natürlich inzwischen auch gute ATI-Treiber gibt. Damit die Grafikkarte auch mit der bestmöglichsten Leistung läuft, und die native Auflösung des Displays (sehr exiquisit: feine 1680x1050 Pixel) unterstützt wird, installieren wird die Linux-Treiber des Herstellers. (TO DO)
Zur Zeit scheint es empfehlenswert, die am besten ins System integrierte Lösung zu verwenden, d.h. das in den restricted-Quellen enthaltene nvidia-glx und dazu Beryl, mit dem über ein Taskleistenicon der 3D-Desktop manuell gestartet werden kann. Es scheinen nun die aktuellen nVidia-Treiber eingepflegt worden zu sein, ich werde ein das System updaten und dann das ganze mal ausprobieren. (TO DO)
BioPAM, Sane-Schnittstelle, Authentec, etc. (TO DO) Projekt, das sich auf das Fingerprint-Modell, das auch im 3000 N100 eingebaut ist, spezialisiert hat
(TO DO) binary-only trial driver - Achtung, zeitlich limitierte Trial-Version! - binary-only commercial driver - komplette Bezahlversion
Nun passe ich noch das System an. Hier sind natürlich viele Geschmäcker verschieden, aber wer mag, kann sich in diesem optionalen Bereich inspierern lassen..
Eventuell ist aber bei Gefallen ein Wechsel zu zsh angedacht. Wenn man dies oder anderes möchte kann man das folgendermaßen ändern:
(TO DO)
Hier die Installation weiterer Komponenten, gegliedert in Themenbereiche. (TO DO)
Die Standard-Paketquellen plus der Bereiche "Universe" und "Multiverse" enthalten zwar schon jede Menge Software, aber es gibt einige weitere Repositories, die interessante (und vor allem auch einige non-free) Pakete enthalten. Hier nur eine kleine Auswahl:
Unter Ubuntu kann man jede Menge guter ausgereifter Multimedia-Software installieren: Ein Großteil der Multimedia-Programme kann über die Metapakete der Ubuntu-Distribution "Ubuntustudio" installiert werden: Damit hat man scho mal eine tolle Auswahl an Programmen, ein stylishes Theme für Ubuntu und eine Low-Latency-Kernel der optima für Musikanwendungen geeignet ist. Eine interessante Seite hierzu ist auch: The Perfect Desktop: Ubuntu Studio (TO DO)
Nicht per apt-get, sondern von der addons-Seite installieren, da aktueller: erweiterungen.de - deutsche Seite mit ausgewählten, meistens auch lokalisierten Plugins addons.mozilla.com - hier sind die meisten Plugins verfügbar Auswahl an interessanten, wichtigen Plugins:
Für alle weiteren Mozilla-Produkte gibt es auch Plugins! (TO DO)
(TO DO)
Alles funktioniert - die Konfiguration des Fingerabdrucklesers und der Webcam ist noch etwas sperrig, aber ansonsten ist das Laptop trotz aktueller Komponenten sehr gut für Linux geeignet da wohl schon alles unterstützt wird. Die Akkulaufzeit ist gut, da ich gerne aber hier noch mehr hätte, werde ich mir wohl spätestens vor dem nächsten Chaos Congress noch einen 9-Zellen-Akku gönnen Bei Fragen erreicht ihr mich unter der Adresse, die unter meiner Wikipage (MarkusMajer) steht.
Gibt noch viel zu tun! Schaut demnächst mal wieder vorbei KategorieHardwareUnterLinux - KategorieInstallation - KategorieUbuntuBenutzer Vorteile
UPDATE: Das Laptop kann wie es aussieht zu 100% unter Linux betrieben werden - laut einer neuen Recherche läuft selbst die Sonix-Webcam - siehe dazu hier - leider will der Entwickler neuerdings Geld dafür (10 Euro / 14 Dollar!) - außerdem störrisch aber funktionierend, ist auch der Fingerabdrucksscanner. Nun muss nur noch der Speicherkartenleser gründlich ausgetestet werden, dafür brauche ich aber erstmal einige Medien - zumindest SD-Karten laufen einwandfrei. Nachteile
Vorbereitung & Installation
Die Installations-DVD herunterladen
"Auch wenn die amd64-Version für 64bit CPUs konzipiert ist, gibt es einige Programme, die nicht in den Paketquellen verfügbar sind und die man nur bei der i386-Architektur installieren kann. Es gibt aber oft (manchmal etwas komplexere) Möglichkeiten, diese i386-Programme auf amd64-Architekturen zum Laufen zu bewegen. Trotzdem sollte man sich vorher überlegen, ob man den (mitunter geringen) Leistungsgewinn damit bezahlen will, dass man einige Programme nicht bzw. nur umständlich nutzen kann."
MD5-Checksummen überprüfen
mdsum -c MD5SUMS
Brennen
MemTest86+
Falls Windows startet, ist euer BIOS ungeschickt eingestellt, und bootet als erstes von Festplatte statt von CD, oder aber das Bootmedium muss per F12 etc. jedesmal explizit gewählt werden, falls es nicht die Festplatte ist.
Wenn man auf Nummer sicher gehen will und sein Laptop auch gleich einem kleinen Stress-Test unterziehen will, kann ja erstmal mit der Installation fortfahren, und den Rechner über Nacht einen "MemTest" machen lassen. Booten der CD
Wenn ihr es mit der Installation noch ein paar Minuten aushalten könnt, trotz bereits verbrauchter Zeit beim MemTest etc., könnt ihr auch noch "CD nach Defekt durchsuchen" auswählen um zu schauen, ob die CD auch keine Schreib-/Lesefehler aufweist. Somit kann man bei einem späteren Fehlern bei der Installation diese Möglichkeit schonmal ausschließen. Nach dem Booten..
Hardwareinformationen
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Installation des Systems
Von hier an werde ich nur noch auf meine eigene Installation eingehen, wenn ich alle Eventualitäten behandeln würde, könnte der Artikel seeehr lang werden. Mehr Infos findet ihr auch hier bei Ubuntuusers - Thema Installation. Bei abweichenden Fragen könnt ihr mich aber gerne anschreiben. Ein identisches Modell wie meines sollte aber 1:1 erfolgreich installiert werden können. Der GUI-Installer
Alternativ: Der textbasierte Installer
Anpassen des Systems
Orginal-Nvidia-Treiber
Eventuell überholt, da Ubuntu dies nun selber durchführt wg. der neu eingeführten Desktopeffekte. 3D-Desktop
Fingerabdrucks-Scanner
Interne Webcam
Konfiguration des Systems
Standard-Shell tauschen
chsh -s /pfad/zur/shell
Shell-Konfiguration
Installation weiterer Komponenten
Extra-Paketquellen
Multimedia
sudo apt-get install ubuntustudio*
Mozilla-Plugins
Firefox
Thunderbird
Sun Java
Fazit
Da das Laptop an sich recht leicht ist, fällt das Mehrgewicht sicher nicht so sehr ins selbige..
TO DO
